Birgit van Meegen

Supervision/ TCM-Ernährungsberatung/ Kochcoaching

high potential 12/08-01/09 DAS NETZWERK-UND KARRIEREMAGAZIN FÜR HIGH POTENTIALS

 Berufseinsteigerfrage: „Fehlstart – Wenn die Wahl daneben lag“ S.26

 

Sonja S, in der Probezeit bei ihrem ersten Arbeitgeber: „Vor knapp drei Monaten bin ich meine erste Arbeitsstelle angetreten. Wie ich zuerst dachte, habe ich einen ersten Arbeitgeber gewählt, der sehr gut zu mir passt. Leider spüre ich in letzter Zeit immer mehr, dass ich mit meiner Wahl wohl doch falsch lag. Mein Aufgabenbereich entspricht nicht dem, was ich mir darunter vorgestellt hatte und auch mit meinen Kollegen „warm“ zu werden bereitet mir große Schwierigkeiten. Kurz: ich bin nicht glücklich.

Was soll ich tun?“

Dr. Birgit van Meegen:

Natürlich ist die Probezeit dafür da, dass beide, die Firma wie auch Sie, schauen, ob sie zu einander passen. Gerade die Passigkeit  bringt den größten Benefit für die Beteiligten. Jedoch ist es auch eine Katastrophe zweimal die Probezeit zu wechseln, weil Sie das in höchste Erklärungsnot bringt.

Jetzt heißt es also professionell und verantwortlich mit dieser Situation umzugehen. Mindestens drei Möglichkeiten gibt es:

1.      Das Thema offen ansprechen, vereinbaren, dass man diese Zeit als Praktikum bewertet und dies auch im Arbeitszeugnis zum Ausdruck bringt.

2.      Den Job professionell ausführen, dabei für Erfolg und gute Ergebnisse arbeiten und sich gleichzeitig nach einer neuen Stelle umschauen.

3.      Die Herausforderung annehmen, mindestens 2 Jahre erfolgreich arbeiten, eventuell auch im Unternehmen die Stelle wechseln und Augen und Ohren gut aufhalten während dieser Zeit, um den geplanten Wechsel umsichtig vorzubereiten.

Das Arbeitszeugnis oder sogar eine Empfehlung für ein anderes Unternehmen ist äußerst wichtig für den weiteren Berufsweg. Gerade hier wird deutlich Ihre Anwendung von Fachwissen, die Beurteilung Ihrer Leistungen, benannt auch durch herausragende Erfolge sowie Ihr gezeigtes Sozialverhalten festgehalten.

Dies gilt es sich trotz der unglücklichen Situation zu erarbeiten.

Dazu wesentliche Tipps:

Gehen Sie aktiv in Feedback-Gespräche um Ihre Situation positiv zu verändern.

Beobachten Sie genau, was Ihnen missfällt und überlegen Sie a) wie Sie damit kreativ umgehen können und b) wie Sie vermeiden wieder unpassend zu wählen. Nutzen Sie dies unbedingt als eine wertvolle Erfahrung.

Seien Sie trotz allem sehr auf Qualität bedacht, fragen Sie viel und suchen Sie sich aktiv positive Unterstützer im Team. Gehen Sie auch auf zurückhaltendere Menschen zu. Zeigen Sie echtes Interesse an den Kolleginnen und Kollegen. Es lohnt sich sicher.

Gehen Sie konstruktiv mit Ihren Fehlern um, die macht jeder. Kehren Sie diese nicht unter den Tisch, sonder korrigieren sie diese offen und zeigen Sie sich lernbereit.

Nehmen Sie Kritik ernst, sie kommt gerade in dieser Zeit. Doch Kritik zu ertragen ist auch eine gute Eigenschaft, die Sie jetzt schulen können.

Falls ein Einstand in Ihrer Abteilung üblich ist, holen Sie diesen vielleicht doch noch nach, das löst auch manchen Knoten.

„ Für viele ist der Weg am ersten Hindernis zu Ende. Für Erfolgreiche fängt er jetzt erst an“ – Ich wünsche Ihnen, dass Sie aktiv Ihre Veränderung in die Hand nehmen.

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